Algenkrabbe

Die Algenkrabbe lässt sich von Granulatfutter aus ihrem Versteck locken und positioniert sich günstig an der Frontscheibe für eine Fotosession.

Algenkrabbenportrait


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Die Algenkrabbe sollte mal wieder ihre Beine waxen lassen


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Schön, wie sich meine Zylinderrosen entwickelt haben: Ein richtiger Blickfang im Becken


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Der Goniopora scheint es im Sand besser zu gefallen als oben im Licht und der Strömung ausgesetzt


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Warum schaut der Kauderni so grimmig?


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Gesamtansicht von vorne


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Ansicht über die Ecke


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Es gibt Dinge, die würde ein Meerwasseraquarianer nie essen! (die Meeresfrüchteplatte wurde nur so vor mich hingestellt für das Foto... *hust*)


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Das wiederholte Auftauchen des Sanddollars

Da habe ich meinen Sanddollar jahrelang nicht gesehen und in letzter Zeit steigt er immer wieder an die Oberfläche. Findet er in der Tiefe der Sandschicht nicht genügend Futter? Wird er alt und damit zutraulich?

Passt es dem Sanddollar nicht mehr "unter Tage"?


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Steht gut meine Wulstkoralle


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Gib Küsschen, Kofi!


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Der Chef im Becken


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Norman hat sich seinen Kommandoposten unter der Hammerkoralle eingerichtet


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Norman die Harlekinsgarnele

Ich fahre heute nach der Arbeit nach Konstanz: Erstens brauche ich ein zweites Paar Laufschuhe. Seit Dezember laufe ich regelmässig und seit etwa 6 Wochen sogar täglich. Bei diesem Quantum an Trainingseinheiten empfiehlt es sich zwischen zwei Paar Schuhen zu alternieren, um die Füsse nicht einseitig zu belasten. Wäre dies hier ein Laufblog, würde ich jetzt ausführlicher hierüber schreiben, aber das ist ja nicht das Thema. Der zweite Grund um nach Konstanz zu fahren ist Aquaristik Pascal einen Besuch abzustatten. Pascal hat einen ca. handtellergrossen Forcipiger Flavissiumus (Gelber Langnasen Pinzettfisch), der mir gut gefällt. Ich habe auf meinem Handy die LexikonLite-App mit der Datenbank vom meerwasserlexikon.de. Ich kaufe kein Tier, von welchem ich nicht vorgängig den "Steckbrief" gelesen habe. Der Forcipiger werde 22cm gross und vergreife sich bei Langeweile auch mal an Korallen, lese ich da und damit ist die Sache für mich gestorben. Adé Forcipiger! Ich nehme dann eine Harlekingarnele mit. Eine solche Garnele hatte ich schon mal und sie leistete in meinem alten Becken gute Dienste gegen die Asterina-Seesternplage. Als die Asterina dann zur Neige gingen, habe ich sie jemanden dann "entlehnt" und nie wieder zurückbekommen. Harlekinsgarnelen sind wie Bücher, CD's und DVD's: Man vergisst leider an wen man sie verliehen hat und einmal aus den Händen kommen sie nie wieder zu einem zurück.

Meine damalige Garnele hiess "Norman" in Anlehnung an Norman Schwarzkopf "Stormin' Norman", der General den man am Fernstehen im Wüstentarnanzug zu sehen bekam. Er war Oberbefehlshaber am Golf, leitete die Operation "Desert Storm" und wäre er nicht drei Tage zu früh von George W. Bush abberufen worden, hätte er wohl Bagdad eingenommen und Saddam zu fassen gekriegt. Ich weiss zwar nicht, ob er es mögen würde, wenn eine Garnele nach ihm benannt wird, aber ich will sie dennoch wieder "Norman" taufen.

Nach einer etwa ständigen Anpassung an mein Wasser im Keller, während ich im Regen meine neuen Laufschuhe ausprobiere, setze ich Norman behutsam von Hand auf die Acropora. Der Pseudochromis Flavivertex kommt gleich angeschwommen um den Neuankömmling freudig zu begrüssen... Der gelb/blaue Fisch ist so begeistert dass er den kleinen Wüstenfuchs sogar küssen will... Irgendwie scheint er sich nicht damit anzufreunden, dass er einen Untermieter bekommen hat und greift Norman nun immer wieder an. Norman wetzt seine Krallen und hebt mutig seine Scheren in die Luft! "Bravo, Normi, zeig's dem Kerl und zwick' ihn ordentlich in die Nase!", rufe ich ihm aufmunternd zu. Er wehrt sich standhaft, ein richtiger Stormin' Norman halt! Plötzlich ist Norman im freien Wasser und eine seiner Scheren fällt zu Boden! Verdammt, Saddam hat ihn mit seinem goldenen Revolver erwischt! Glücklicherweise ist Saddam ein mieser Feldherr und so folgt nicht sofort ein zweiter Angriff auf's Normans ungeschütztes Hinterteil. Der verletzte Normi kann sich unter einen schützenden Felsen zurückziehen. Er scheint okay zu sein und fechtet weiter mit seiner einzelnen Schere. Pseudochromis-Saddam scheint erst mal beruhigt zu sein und zieht sich auf's Oberdeck zurück um eine Siegeszigarre zu rauchen. Armer Norman, man kann nicht immer gewinnen im Leben, aber deine Schere wird dir sicher rasch wieder nachwachsen und die Zeit heilt alle Wunden oder lässt dich wenigstens die Schmerzen vergessen!

Harlekinsgarnele "Norman"


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Der Pseudochromis Flavivertex macht Revieransprüche geltend


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Es wird brenzlig für Norman 2, gleich fliegen die Fetzen!


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Herr und Frau Amphiprion treibens währenddessen vogelwild


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Kostenvergleich Triton Methode und Balling

Sobald man sich als Betreiber der Triton-Methode outet und erzählt, was die Methode alles beinhaltet, wird man mit der Frage konfrontiert, wie viel die Methode denn koste. Waaaas, ein Wassertest für 50 CHF, das ist doch horrend! Diese Base Elementz kosten ein Vermögen! Das Pure Salz ist reiner Abriss! Auf die Gegenfrage, was denn das Gegenüber für die Balling Methode für Salz und die verschiedenen Testkits ausgeben würde, bekommt man meist achselzuckend zur Antwort: Ach, das bisschen Salz kostet nicht die Welt, Wasserwechsel mache ich nur selten und Tests kaufe ich nur alle paar Jahre und messen tu ich sowieso nie... So kann also kein vernünftiger Vergleich geführt werden. Darum habe ich den heutigen Sonntagvormittag dazu genutzt um hier mal Klarheit zu schaffen. Wir wollen mit gleichen Ellen messen und nicht Äpfel mit Birnen, Orangen oder sonstigem Obst vergleichen: Also ein sauber geführtes Becken nach Balling vs. einem kontrollierten Becken nach Triton-Methode.

Das sollen die Parameter sein:

- Becken mit 800 Liter Inhalt
- Bei der klassischen Balling Methode wird alle 4 Wochen 15% des Wasservolumens gewechselt, bei der Triton-Methode werden keine Wasserwechsel gemacht
- Es kommt bei beiden Methoden eine Umkehrosmoseanlage zur Anwendung mit einem Wirkungsgrad von 1:4
- Bei Balling werden regelmässig gemessen: Nitrat, Phosphat, Karbonathärte, Calcium, Magnesium. Bei Triton beschränken wir uns auf das Messen der Karbonathärte und dem Phosphatwert, machen aber alle 3 Monate eine ausgedehnte Wasseranalyse. Alle Tests werden mit maximal einjährigen Testkits durchgeführt.
- Der monatliche Verbrauch an Ballinglösung resp. Triton Base Elementz liegt bei 10 Litern (pro Lösung)
- Durchschnittspreise im Schweizer Versandhandel für Salze und Triton Lösungen
- Durchschnittsgebühren in der Schweiz für Wasser und Abwasser
- Es werden jährlich 5 Flaschen Triton Trace Base gekauft um einzelne Elemente zur ergänzen
- Es handelt sich um gut laufende Becken, es sind keine grösseren Korrekturmassnahmen nötig (kein Einsatz von Triton Pure Salz oder Triton Detox)
- Es werden nur die Differenzkosten betrachtet, es handelt sich also um keine Vollkostenbetrachtung (z.B. fehlen die Kosten für das Nachfüllwasser, den Strom, das Futter etc)

Gefühlsmässig hätte ich erwartet, dass die Triton Methode etwas teuerer zu stehen kommt, als wenn man das Becken klassisch mit Balling betreibt. Um so erstaunter war ich dann, dass die Kosten bei obigen Parametern ziemlich genau gleich hoch sind: 1135 CHF pro Jahr für das Triton-Becken und 1144 CHF pro Jahr für das Balling-Becken. Obschon ich die Triton-Methode anwende und bisher damit sehr zufrieden bin, würde ich mich weder als "Triton-Anhänger", noch als "Triton-Jünger" bezeichnen. Ich habe beim Kostenvergleich nicht getrickst und habe versucht objektiv zu sein. Das Excel-Worksheet ist flexibel und transparent, es kann also jeder seine eigenen Parameter eingeben, sollte man mit meiner Betrachtung nicht einverstanden sein.

Hier nun die Details des Kostenvergleiches:

Wassertests:

Hier schlagen bei der Triton-Methode die ICP-OES-Analysen alle 3 Monate mit 200 CHF zu buche. Die Methode basiert auf Steuerung der Zugaben durch Messungen der Karbonathärte, also ist jährlich ein KH-Test für geschätzte 50 CHF fällig. Um zu wissen, wann der Phosphatadsorber gewechselt werden soll, habe ich bei Triton noch die Kosten für einen Phosphattest eingerechnet. Bei Klassisch/Balling rechne ich Kosten von Jährlich 250 CHF für 5 Testkits (Phosphat, Nitrat, Karbonathärte, Calcium, Magnesium). Diese 5 Tests finde ich unumgänglich um ein Becken kontrolliert steuern zu können. Nimmt man Testkits, welche älter als ein Jahr sind, sind die Resultate unzuverlässig und dann ist der Vergleich mit einer ICP-OES Analyse eher unfair.

Triton: 300 CHF/pa, Balling: 250 CHF/pa



Wasserwechsel:

Bei der Balling-Methode sind regelmässige Wasserwechsel nötig um einer Ionenverschiebung vorzubeugen. Empfohlen und in der Praxis bewährt sind Wasserwechsel von 15% des Beckenvolumens alle 4 Wochen. Hierbei fallen Kosten an für das Meersalz. In meinem Preisvergleich habe ich ein hochwertiges Salz eines Markenherstellers (Tropic Marin) einberechnet um der Reinheit der Elemente von Triton gerecht zu werden. Ich gehe davon aus, dass für den Wasserwechsel eine UOA mit einem Wirkungsgrad von 1:4 zum Einsatz kommt. Die Kosten für das Leitungswasser und die in der Schweiz in den meisten Gemeinden dazukommende Abwassergebühr sind berücksichtigt. Bei der Triton-Methode sind keine Wasserwechsel vorgesehen.

Triton: 0 CHF/pa, Balling: 324 CHF/pa.



Korallenversorgung:

Auf der Seite von Balling schlagen die Kosten für die Ballingsalze und die Spurenelementelösungen mit 570 CHF pro Jahr zu buche. Der grösste Posten bei Triton sind die Base-Elementz mit 720 CHF pro Jahr und dazu noch 5 Flaschen verschiedener Zusatzelemente abhängig von den Wasseranalysen. Zu beachten ist, dass diese Fläschchen je nach Grösse 23 CHF oder 30 CHF kosten. Von manchen Spurenelementen werden nur wenige Milliliter verwendet, es kann also davon ausgegangen werden, dass man nach einigen Jahren Triton-Methode ein gut bestücktes Arsenal an Trace Bases zu Hause hat und nur neue Elemente zukaufen muss oder verbrauchte Flaschen ersetzt.

Triton: 835 CHF/pa, Balling: 570 CHF/pa.



Gesamtvergleich: Triton: 1135 CHF/pa, Balling: 1144 CHF/pa



Selbst beim Rasenmähen kann ein Meerwasseraquarianer seine Leidenschaft kundtun


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Zugabe von Triton Trace Base

Obschon die letzte Triton-Wasseranalyse ergeben hat, dass meine Wasserwerte gut sind, ist doch das Bessere der Feind des Guten. Bei denjenigen Elemente, wo sich langsam ein Mangel abzeichnet, werde ich diese durch gezielte Zugaben ergänzen. Da die Trace Base ziemlich ins Geld gehen können, die kleinen Fläschchen kosten 23 CHF, die grossen 30 CHF, entschliesse ich erst einmal nur Strontium, Zink, Nickel, Vanadium und Mangan zuzugeben. Von Bor habe ich noch einen einen Rest von einer früheren Zugabe.

Meine Analyse und das Triton Error Correction Sheet schlagen mir folgende Zugaben vor:

Strontium 368ml max. 160ml/täglich auf 800 Liter
Bor 112ml max. 160ml/täglich auf 800 Liter
Nickel 40ml max. 40ml/täglich auf 800 Liter
Vanadium 0.96ml max. 8ml/täglich auf 800 Liter
Zink 1.82ml max. 8ml/täglich auf 800 Liter
Mangan 16ml max. 8ml/täglich auf 800 Liter

Demnach sieht mein Zugabeplan folgendermassen aus:

Samstag 10.5.2014
Strontium 160ml
Bor 112ml
Nickel 40ml
Vanadium 0.96ml
Zink 1.82ml
Mangan 8ml

Sonntag 11.5.2014
Strontium 160ml
Mangan 8ml

Montag 12.5.2014
Strontium 48ml

Elemente aus der Triton "Hexenküche"


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3. Triton Wasseranalyse

Heute bekomme ich ein eMail, dass die Analyse der 3. Wasserprobe, welche ich an das Triton-Lab geschickt habe, online gestellt wurde. Ich bin positiv überrascht, wie gut die Resultate sind! Mit ganz wenigen Ausnahmen sind alle Messwerte im grünen Bereich, das heisst: Ich habe naturnahes Meerwasser!

Die noch nicht grünen Werte sind die folgenden:
- Mein Aluminiumwert ist nach wie vor stark erhöht und ich weiss von Ehsan, dass dies auf den AL99-Phosphatadsorber zurückzuführen ist. Ein so hoher Aluminiumwert ist zwar unnatürlich aber biochemisch nicht kritisch.
- Der Bariumwert ist nach wie vor über dem Grenzwert, hat sich aber positiv entwickelt: 112 ug -> 127 ug -> 69 ug. Der erhöhte Bariumwert geht wohl auf den früheren Einsatz von Phosphatadsorber auf Eisenbasis zurück und wird sich mit der Zeit normalisieren.
- Der Phosphorwert hat sich auch gut entwickelt: 146 ug -> 68 ug -> 13 ug (was einem PO4-Wert von 0.04mg entspricht). Der PO99-Phosphatadsorber tut also seinen Zweck

Bei der ersten Messung und dem Start mit der Triton-Methode hatte ich 6 Werte Rot und 6 Werte Orange. Gut 5 Wochen später waren noch 4 Werte Rot und 4 Werte Orange. Heute, nach 2 weiteren Monaten, ist noch ein Wert Rot (Aluminium) und zwei Werte Orange (Barium und Phophor). Innerhalb von gut 3 Monaten habe ich also aus einem Wasser, welches mit unerwünschten Elementen belastet war und teilweise Mangel an Spurenelementen aufwies, ein nahezu naturidentisches Wasser hinbekommen. Das verstärkte Korallenwachstum und -Färbung sind offensichtliche Indikatoren, dass sich dies sehr positiv ausgewirkt hat. Allerdings habe ich seit ein paar Wochen wieder vermehrt Wachstum von Fadenalgen im Becken, was ich sehr genau im Auge behalten werde.

Die detaillierte Übersicht meiner bisherigen Triton-Wasseranalysen findet ihr in der Menüleiste unter "Triton Analysen".

Extra hoher Überlaufkamm

Wie ich mich neulich mit einer Arbeitskollegin, welche auch Meerwasseraquarianerin ist, zum Mittagessen treffe, erzählt sie mir vom neuen Becken, welches sie und ihr Mann am planen sind. In Bezug auf die Lage des Schachts gebe ich ihr den Tipp, den Schacht nicht mittig an der Rückwand, sondern besser seitlich anzubringen, weil sich ab und zu Fische im Schacht verirren würden und man sonst nicht drankommt um diese wieder herauszulangen. Sie entgegnet, dass sie einen hohen Ablaufkamm vorsehen werden, um zu verhindern, dass Fische in den Schacht springen können. Erstmal bin ich baff: Extrahohe Überlaufkämme gibt es erstens nicht und zweitens... also zweitens.... also zweitens warum eigentlich nicht? Die Idee ist so genial wie einfach: Ein Bauer nimmt ja auch einen höheren Zaun wenn er Pferde statt Ziegen auf die Weide bringt. Da ich bisher nur Kämme in Standardhöhe gesehen habe, denke ich darüber nach, ob man einen Überlaufkamm mittels Säge aus PVC-Plattenmaterial auch selber bauen könne oder ob man diesen besser bei einem Schreiner oder Mechaniker mit CNC-Fräse in Auftrag geben solle. Was würde wohl so ein Massteil kosten? Mit 200-300 Franken "Freundschaftspreis" müsste man für die Maschinenstunde inkl. Programmierung und Einrichtung bestimmt löhnen. Wäre das endlich die "Killerapp" um mir einen 3D-Drucker, mit welchem ich schon lange liebäugle, anzuschaffen?

Ein paar Tage später kommt mir das Gespräch wieder wieder in den Sinn und ich bemühe Tante Google: "überlaufkamm aquarium extra hoch" lautet meine Suchanfrage. Nach einigen Klicks lande ich auf der Seite von
www.coral-garden.de, welche 95mm hohe Überlaufkämme aus PVC feilhält. Die Dicke von 3mm passt auch für meine Aufnahme und so bestelle ich mir ein Stück in der Standardlänge von einem Meter.

Heute fährt Philipp nach Konstanz um seinen Gartenschlauch inkl. Wandhalterung bei Pickpoint abzuholen und bringt mir auf dem Rückweg mein Paket mit. Der meterlange Kamm fühlt sich etwas wobblig an, was auch kein Wunder ist, da er mindestens zur Hälfte aus Schlitz und nur noch zu gut 50% aus Kunststoff besteht. Später am Abend säge ich ihn zu recht und montiere ihn an meinem Schacht. Dass ich da nicht schon früher darauf gekommen bin? Endlich ist eine elegante - da weibliche - Art der Problemlösung gefunden!

Bei Coral-Garden gibt es Extra hohe Überlaufkämme aus 3mm PVC


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Ob es da noch ein Fisch schafft hinüberzusteigen?


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Das Onsen-Ei, das beste Ei der Welt

Der heutige Beitrag hat zwar nichts mit Meerwasseraquaristik zu tun, aber diese sind ja gegenüber neuen kulinarischen Genüssen aus Japan sicher aufgeschlossen. Heute geht es um das Onsen-Ei - das perfekt gekochte Ei. Um ein Onsen-Ei zu bekommen, muss man ein gewöhnliches Hühnerei bei 64.2 Grad Celsius 40 Minuten lang kochen: http://de.wikipedia.org/wiki/Onsen-Tamago Auf die Idee sind meine Kinder und ich heute Morgen gekommen, als wir den entsprechenden Galileo-Beitrag gesehen haben. http://www.prosieben.ch/tv/galileo/videos/5268-onsen-das-beste-ei-der-welt-clip. Es handelt sich um eine Art Niedertemperaturgaren bei welchem das Eiweiss gerade knapp koaguliert, während das Eigelb noch weitgehend flüssig resp. cremig-weich wird. Tagesprogramm für heute heisst also: Wir bauen uns einen Onsen-Ei-Kocher.

Die Kunst an der Sache ist es die Temperatur von 64.2 Grad Celsius so genau wie möglich über eine längere Zeitdauer zu halten. Heutzutage geht das microprozessorgesteuert mit Digitalanzeige, einem sogenannten PID-Controller. Leider ist bei Conrad in Dietlikon derzeit nur ein einziger PID-Controller an Lager. Dieser schaltet aber nur 3A, das heisst unsere Last darf höchstens 3Ax230V=700Watt Leistung ziehen. Die Idee aus dem Galileo-Clip mit der Plastikbox und den Tauchsiedern finde ich verbesserungsfähig, warum nicht einfach einen Wasserkocher nehmen? Bei Conrad gibt es diverse Wasserkocher, allerdings ziehen diese in der Regel 2400 Watt oder auch die ganz kleinen Reiseteekocher Immer noch 1000 Watt. Dann landen wir bei den Eierkochern: Wir könnten doch auch einen Eierkocher nehmen und diesen mittels PID-Controller bei erreichen der 64.2 Grad ausschalten. Wir kaufen also einen Eierkocher, den PID-Controller, ein Gehäuse, Stecker und Buchse, Lüsterklemmen und Kabeldurchführungen.

Den ursprünglichen Plan für heute Nachmittag, nämlich die Zubereitung von Sushi, lassen wir fallen und kaufen uns stattdessen Fertigsushi im Coop. Im Coop erstehen wir auch eine 9-er Schachtel bester Bio-Eier und etwas Kresse zur Dekoration (im Videoclip wird das Onsen-Ei vom Sternekoch mit Hummersauce und mit Bohnen umwickelt serviert. Meine Kinder rümpfen bei Hummersauce die Nase, Bohnen zu kochen und zu flechten ist mir zu mühsam und so muss halt Kresse herhalten).

Zu Hause angekommen, gehen wir gleich in den Keller. Wir einigen uns drauf, dass wir den Bau nicht perfekt machen sollen, sondern zügig vorankommen wollen. Also zeichne ich rasch den Ausschnitt für den Controller an und schneide diesen mit der Proxxon-Fräse aus. Alexandra zeichnet die Löcher an der Rückwand für die Kabeldurchführungen an und schon nach einer halben Stunde ist das Gehäuse fertig. Wir verlagern die weiteren Tätigkeiten ins Wohnzimmer an den Esstisch und verkabeln da den PID-Controller. Nach einer weiteren halben Stunde ist das Gerät bereit zur ersten Funktionskontrolle: Ich lege es zur Sicherheit auf eine Kunstoffunterlage und stecke den Stecker in die Steckdose: Kein Rauch, kein Knall und das Display leuchtet auf, es ist also alles im grünen Bereich. Jetzt hängen wir eine Tischlampe an den Controller und der Sensor kommt in den Eierkocher. Als dieser eine Temperatur von 64.2 Grad erreicht, erlischt die Leuchte: Unsere Regelung funktioniert!

Jetzt kommt der Eierkocher an den Controller. Die Temperatur fährt hoch, bei der Zieltemperatur wird der Eierkocher ausgeschaltet aber die Temperatur steigt weiter, 68 Grad, 70 Grad, 72 Grad,... Offenbar kommt die Temperatur verzögert am Sensor an und damit hinkt unser Regler hinter der Temperatur her. Irgendwie muss das System träger werden und so kommt mir die Idee innerhalb des Eierkochers das Ei im Wasserbad zu kochen. Wir entfernen den Eierhalter aus Plastik und stellen eine Tasse mit Wasser in den Eierkocher, in die Tasse kommt das Ei und der Temperatursensor. Jetzt funktioniert unser Regelsystem und die Temperatur bleibt einigermassen im Bereich zwischen 64.2 und knapp 70 Grad. Nach 40 Minuten entnehmen wir das Ei, schlagen es mit einem grossen Messer auf und lassen es in ein Gefäss gleiten: Bingo, ein perfekt sautiertes Onsen-Ei. Wir würzen es mit Salz, Pfeffer und dekorieren es mit Kresse. Zu dritt machen wir uns mit Löffeln über das Ei her und sind uns einig: Das beste Ei der Welt!

Am Anfang jedes Projektes steht ein Plan


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Alles was wir brauchen finden wir bei Conrad


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Den Ausschnitt für den PID-Controller fräse ich mit der Proxxon in die Frontplatte


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Den Ausschnitt etwas mit dem Teppichmesser nachbearbeiten


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Passt


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Abisolieren der Kabel


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Montage der Buchse für den Eierkocher


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Abisolieren der Kabel


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Ich überprüfe ob die Phase auf der richtigen Seite liegt


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Alexandra zeichnet die 3 Löcher für die Kabeldurchführungen an


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Die Löcher sind rasch gebohrt


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Wir gehen jetzt ins Wohnzimmer für die Endmontage: Die Anleitung erklärt wie der PID-Controller angeschlossen wird


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Silvan schraubt das Gehäuse zu, es soll schliesslich spritzwassergeschützt sein


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Der erste Versuch; im Dampf geht die Temperatur zu schnell hoch


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"Ei Onsen One" ist am Start


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Um das System träger zu machen, versuchen wir es jetzt im Wasserbad


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Nach 40 Minuten haben wir unser erstes Onsen-Ei: Es schmeckt himmlisch!


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Onsen-Ei mit Curry, Pfeffer und Salz: Das Eigelb ist cremig-locker-leicht


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Onsen-Ei mit Curry, Aromat und frischer Kresse

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Feilenfisch oder Lemming?

Wie ich gestern bei Philipp bin, erzählt er mir, dass sein Feilenfisch aus dem Becken in den Tod gesprungen sei. Na ja, so was kann passieren: Ein Versehen oder der Fisch wurde gejagt und versuchte die Flucht in die 3. Dimension. Heute Morgen, ich will mir gerade schlaftrunken eine Tasse Kaffee machen, sehe ich meinen Feilenfisch einen halben Meter vor dem Becken liegen. Ist das Zufall? Wollen Feilenfische, kollektiv gesteuert wie Lachse, im Frühling auf Wanderschaft?

Heute trifft endlich mein Stromadapter zu meiner Canon EOS 40D ein. Ich habe mir das Netzteil vor bald einem Monat bestellt, Lieferzeit war mit 1-2 Tagen angegeben, und heute trifft es nach zweimaliger eMail-Reklamation bei mir ein. Die Enttäuschung ist gross, wie ich den Adapter in meine Kamera einführen will: Es klemmt so stark, dass es sich unmöglich in die Kamera einschieben lässt. Nach einigem Hin- und Her nehme ich den Proxxon-Fräser und beginne die seitlichen Nuten Stück für Stück abzufräsen. Erst als alle Nuten ganz weg sind, passt das Teil einigermassen. Allerdings funktioniert es nicht, ich messe mit dem DMM nach und stelle fest, dass an den Klemmen nur 0.5 V Spannung anliegen anstelle der angegebenen 8 Volt. Da kriege ich fast die Krise: Zum Glück haben die keine Supportnummer angegeben, sondern nur eine eMail-Adresse, dem armen Helpdesk-Mitarbeiter hätte ich ganz schön was in die Ohren gepustet!

Ich schreibe:

Guten Tag!

Heute ist der von mir bestellte Artikel endlich eingetroffen. Die Enttäuschung war gross, als ich merkte, dass der Adapter mechanisch nicht in meine Canon EOS 40D reinpasst. Der Netzteiladapter hat sich dermassen verklemmt, dass ich es nur mit grösster Mühe wieder aus der Kamera entfernen konnte. Also habe ich die Führungsschienen mechanisch nachbearbeitet, bis der Adapter endlich ins Batteriefach eingeführt werden konnte. Dennoch läuft die Kamera nicht. Beim Nachmessen stelle ich fest, dass der Adapter anstatt wie angegeben 8V nur 0.5V Spannung liefert.

Sind Sie sicher, dass es sich hier um ein Original Teil von Canon handelt?

Was schlagen Sie vor zur gütlichen Einigung?

Freundlich Grüsse
A.Horvath



Armer, kleiner Feili, er liegt vertrocknet am Boden


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Was mag einen Fisch dazu bewegen aus seinem Element zu springen?


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Nachbearbeitete Führung am "Canon" ACK-E6


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Ist das Teil nun von Canon oder von Phihong Dongguan Electronics?


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Feinarbeiten bei Philipp

Da ich den 1. Mai in den seltensten Fällen demonstrierend auf den Strassen verbringe, gehe ich zu Philipp um sein in der Zwischenzeit fertiggestelles Aquarium anzuschauen und ihm noch mit ein paar Handgriffen zu helfen. Seine Abyzz-Pumpe macht ziemliche Vibrationen und so zerlegen und reinigen wir sie. Sie ist sehr sauber, wurde offenbar erst kürzlich vom Vorbesitzer gereinigt, hat aber viel Sand im Innern. Aus meiner Sicht hat Philipp sein DSB zu hoch eingefüllt und darum schwemmt es ihm Sandkörner in die Pumpe.

Wir hängen dann noch einen Kabelkanal an die Decke damit Philipp seine Stromkabel vom Keller sauber zum Aquarium hochführen kann: 3 Kabel führen von der IKS-Steckerleiste nach oben um seine HQI/T5 Leuchte zu bedienen, ein weiteres Kabel für zu den Vortech-Strömungspumpen, welche aus Geräuschgründen tagsüber vom IKS ausgeschaltet werden.


Die Abyzz A200 von Philipp vibriert. Der Vorbesitzer hat Verbindungsstücke aus PVC-U aufgeklebt, nicht mal eine so schlechte Idee...


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Sehr sauber aber voller Sandkörner


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Philipp längt einen Kabelkanal ab, den wir noch unter die Decke schrauben


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Das Technikbecken von Philipp


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Der IKS-Aquariencomputer im Zentrum an der Wand


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Da kommen nostalgische Gefühle aus bei Winterthurern um die 50...


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Das Becken macht sich gut im Wohnzimmer


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Wer hat den Huckepackverkehr erfunden? Die Einsiedler!


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Bei mir kann ich wieder Algen ernsten: Chaetamorpha Linum


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Auch die Halymenia gedeiht sehr gut


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